Archive 2019

Feb 15

Ich mach’ mir die Welt Widdewidde wie sie mir gefällt

Ich mach’ mir die Welt Widdewidde wie sie mir gefällt

Die Eisvögel spielen am Wochenende in Bad Aibling…

…nicht.

Wie den Eisvögeln nicht mitgeteilt wurde, haben die Verantwortlichen der TuS Bad Aibling Fireballs, aus Rücksicht und Verantwortung ihren Spielerinnen und ihrer Trainerin gegenüber, ihr Team im November zurückgezogen. Die onFire Sport und Event Campus GmbH (kurz „onFire”), die sich der Weiterentwicklung des Basketballsports in Bad Aibling widmet und die Deutsche Basketball Akademie ins Leben gerufen hat, wies auf Grund der angespannten Personalsituation nicht auf die Gefahr schwerwiegender Verletzungen für ihre Spielerinnen durch Überbelastung hin.

Trainerin Hanna Ballhaus gab ihrem Team gleich am Donnerstag frei. „Dass dieser Schnitt schon jetzt gemacht wird (…) ist auch in der Verantwortung gegenüber Trainerin und Spielerinnen begründet. Allen Aktiven wurde die Möglichkeit angeboten, fürs kommende Wochenende Freizeitaktivitäten zu organisieren oder sich dann dem WNBL-Team (Samstag, 14:30 Uhr, Play-Off-Start in der Uni-Halle!) oder den Damen 2 (Sonntag, 15:00 Uhr, gegen TG Sandhausen in der Sepp-Glaser-Halle!) anzubieten“, so der Verein in einer Stellungnahme.

Ganz wichtig für alle Fans der Eisvögel ist: Der Rückzug aus der Fireballs aus der 1. Damenbasketball Bundesliga hat keinerlei Auswirkungen auf die Jugend- und Seniorenmannschaften des USC Freiburg. Hier läuft der Spielbetrieb wie geplant ganz normal weiter – und so findet auch selbstverständlich das Spiel der Damen 2 in der Regionalliga gegen TG Sandhausen am kommenden Sonntag um 15 Uhr in der Sepp-Glaser-Halle statt. Als besonderes Schmankerl ist an diesem Tag der Eintritt übrigens frei!

#samstag14:30wnblplayoffsbaby
#2mal3macht4

mehr  
Feb 12

U10: Erster Sieg!

U10: Erster Sieg!

Am vergangenen Sonntag bestritten die U10-”Mädels” ihr drittes Turnier in der Grundschulliga und konnten ihren ersten Sieg einfahren.

Die Vorfreude war bereits vor dem Turnier riesig. In den Trainingseinheiten zuvor zeigten sich deutliche Fortschritte im Ballvortrag und in der Qualität der Pässe. In den Spielen lag der Fokus jedoch auf schnellen Einwürfen und einer lauten Verteidigung.

Das zweite, sehr umkämpfte, knappe Spiel konnte mit 21:20 gewonnen werden. Die Gegner verteidigten sehr intensiv über das ganze Feld. Da wir im Training jedoch auch mit sehr viel Druck am Ball verteidigen, konnten wir die Herausforderung annehmen. Die Mädels lösten diese Situationen souverän und so entstand ein sehr schnelles und spannendes Spiel.
Die schätzungsweise 25 Sprungballsituationen zeigten die Willensstärke auf beiden Seiten.

Sowohl in der Defense als auch in der Offense konnte man das wachsende Spielverständnis sehen und die Mädels” schaffen es immer besser sich selbst zu organisieren. In der letzten Minute konnte niemand mehr ruhig auf der Bank sitzen.
Die Freude über den Sieg war bei den Spielerinnen, Trainerinnen und Eltern sehr groß!

Bevor das nächste Turnier im April stattfindet, wird die U10 einige Teamevents veranstalten und vor allem die „jungen“ und „alten“ Eisvögel in ihren Playoffspielen lautstark unterstützen!

mehr  
Feb 11

U16: DIEBSTAHL!

U16: DIEBSTAHL!

98:37 Heimsieg der U16 gegen die Gegnerinnen aus Sandhausen

Mit dem Satz: „Wir wollen Bälle klauen!“, gab Trainer Björn Bauer vor dem Spiel eine riskante Strategie für die Verteidigung aus.
Und die Spielerinnen der U16 gingen aufs Feld und machten genau das: Klauten den ersatzgeschwächten Sandhausenerinnen, die mit nur 7 Spielerinnen angereist waren, einen Ball nach dem anderen. Sage und schreibe 34 „Steals“ und einige abgelaufene Schussuhren standen am Ende für die Freiburgerinnen zu Buche und zum ersten Mal in dieser Saison gelang es der Mannschaft über fast die gesamten 48 Minuten Ganzfeldverteidigung zu spielen.
Jetzt gilt es den Aufwärtstrend der letzten Spiele zu bestätigen und weitere Spiele mit einer solchen Defensive zu gestalten.

mehr  
Feb 10

Tschawum!

Tschawum!

Die Eisvögel besiegen ein drittes Mal LionPride Eintracht Braunschweig und sichern sich frühzeitig den Einzug in die Playoffs. Eine Gegnerin hilft ihnen dabei…

„Shut up!“ wollen da einige in der Unihalle gehört haben. Wir bezweifeln das. Denn es ist nicht der Ton, den eine Spielerin wählt, wenn sie mit ihrem Coach spricht. „Shut up?“, nie hätte Janae Smith, Braunschweigs Topscorerin, so mit Trainer Kortmann gesprochen, kurz nachdem sie ihrem dritten Foul gleich noch ein Mecker-technisches Foul hatte folgen lassen. Es muss andere Gründe haben, dass Smith die nächsten 20 Minuten auf der Bank saß und zusehen musste, wie ihr Team in Freiburg entscheidend an Boden verlor.

Plus fünf hieß es für die Eisvögel als Frau Schmitt vom Spielfeld ging. Schon kurz danach plus 10. Angeführt von einer Kelly Moten in großartiger Spiellaune, gefolgt von einer Hand von Zdravevskas, Rodefelds, Gaffneys, AACGs und Ouedraogos, ließen die Eisvögel die Spielampel rasch von rot auf grün umspringen.

Rot, da man anfangs der Gästeschützin Matilda Claesson das Gastrecht gewährte, in schöner Regelmäßigkeit ihre große Stärke, den Wurf von gaaanz weit weg, zu demonstrieren. Swish – swish – swish! Orange, als Kelly Moten das Kommando übernahm und von gaaanz weit weg und gaaanz nah dran mit ihren Gegnerinnen Katz und Maus spielte. Grün schließlich, als auch noch das restliche Eisvögel-Team die Marschroute von Trainerin Hanna Ballhaus befolgte. Aggressiv, schnell schnell schnell und schon stand’s 46:36 zur Halbzeit.

Der Vorsprung wuchs weiter an, übersprang mit Kambach-Freiwürfen und Kranzhöfer-Steals bald die 20-Punkte-Marke. Frau Ballhaus, heute in blau-beige, spielte Spielerin-wechsel-dich, 900 Zuschauer applaudierten artig und dankten Gästetrainer Kortmann, dass er den eleganten Top-Talenten Nina Rosemeyer und Merit Brennecke Verantwortung gab. Schön war’s anzusehen im Uni-Dome und die letzte Minute wurde durchgetrommelt. Das 90:74 katapultiert die Eisvögel in Kapitel 17 der Comeback-Saison in die Playoffs. Tschawum!

Nächste Überschrift: Auf nach Bad Aibling!

mehr  
Feb 8

Heimspiel-Premiere!

Heimspiel-Premiere!

Am Sonntag geht’s um 16:00 Uhr im Uni-Dome ums Eingemachte. Zu Gast ist ein Premierenbesucher, der es in sich hat. #place2b!

LionPride Eintracht Braunschweig heißt das Team, das am Wochenende erstmals in der Freiburger Unihalle auflaufen wird. Ähnlichkeiten mit dem Programm der Eisvögel gibt es jedoch bereits: Braunschweig ist wie Freiburg Aufsteiger (aus dem Norden) und es ist die Ex-Wirkungsstätte von Eisvögel-Coach Hanna Ballhaus. Zudem trafen beide Teams bereits zweimal aufeinander diese Saison. Beide Male, in Hinrunde und Pokal, gingen die Eisvögel als Sieger vom Parkett. Alles klar, also?

Von wegen! Der Gast aus Niedersachsen kommt zur Unzeit. Er kommt in Topform. Er kommt mit Meriten, nach denen sich die Eisvögel nur sehnen können. Sieg gegen TK Hannover, bärenstarke Leistung in Herne und dann und dann und dann: Auswärtssieg in Wasserburg am vergangenen Wochenende! Die Sorgenfalten auf der Ballhaus-Fürst-Wendt-Stirn wurden bei jeder Minute Videovorbereitung tiefer. Mit LionPride und Topscorerin Janae Smith kommt am Sonntag ein Team in den Uni-Dome, das heiß ist. Sehr heiß.

Und dabei geht es um so viel: Sieg für Freiburg und die Eisvögel sind für die Playoffs der besten Acht qualifiziert. Sieg Braunschweig und LionPride grüßt seinerseits erstmals in der Saison von einem Playoff-Platz. Mächtig Zunder. Mächtig Power. Mächtig was los, am Sonntag zur besten Kaffee- und Kuchenzeit in der Freiburger Unihalle! Und: ALLEINSTELLUNGSMERKMAL! Kein Fußball, kein Volleyball, kein Handball!

Sonntag, 16 Uhr, Unihalle. Place to be!

mehr  
Feb 4

Damen 2: Heimsieg im Derby

Damen 2: Heimsieg im Derby

Die Damen 2 besiegen die Reserve der Rutronik Stars aus Keltern in eigener Halle am Ende verdient mit 66:44 und können sich auch hier für die Niederlage im Hinspiel revanchieren. Leonie Kambach erzielte 18 Punkte.

Gemeinhin wird im Sport schnell von Derbys oder Rivalitäten gesprochen, wenn Teams, die geografisch eng beieinanderliegen, in regelmäßigen Abständen aufeinandertreffen. Da die Duelle zwischen Freiburg und Keltern sich nicht nur durch sämtliche Spiel- und Altersklassen ziehen, sondern gleichzeitig auch noch eine nicht zu verneinende emotionale Komponente die Duelle beider Teams befeuert, kann hier aber mit Fug und Recht das Standardrepertoire des Sportjournalismus ausgeschöpft werden.

Das Duell am vergangenen Wochenende allerdings sorgte zumindest auf Freiburger Seite zu vereinzeltem Stirnrunzeln. Denn von den sonst so feurigen und emotionsgeladenen Duellen war wenig zu sehen. Merkwürdig teilnahmslos waren die Kelternerinnen im Breisgau aufgetreten. Und wehrten sich trotz Führung zu Beginn in der Folge nicht wirklich gegen die drohende Niederlage. Auch mit Unterstützung aus dem Bundesligakader durch Linn Schüler (im Schnitt 21 Punkte pro Partie, im Spiel gegen Freiburg 5 Punkte), zeigte Keltern sich nicht von seiner kampfeslustigsten Seite – und so konnte man in der Halbzeit beobachten, wie die Mädels in grün in Kleingrüppchen wahlweise auf der Bank saßen oder plappernd auf dem Basketballfeld standen, von warm-up allerdings weit und breit keine Spur.
Die Freiburgerinnen hingegen hatten sich was vorgenommen, denn nach der schlechten Partie im Hinspiel war Wiedergutmachung angesagt. Und nach schwachem Start gegen Kelterner Zonenverteidigung und früher Auszeit besannen sich die Damen 2 ihren Stärken, verteidigten hart, erzielten Ballgewinnen, spielten schnelle Transition und fanden auch im Halbfeld immer wieder die Lücken mit geschickten Pässen. Und siegten am Ende auch in der Höhe verdient mit 22 Punkten Differenz.

Am kommenden Wochenende folgen spielfreie Tage für die Regionalligamannschaft, weiter geht es dann aber wieder mit einem Heimspiel am 17.2.2019 um 15.00 Uhr. Gegner dann ist die TG Sandhausen.

Für Freiburg spielten:
Ehret-Bacher, Hodapp (4), Kambach (18), Schipek (8), Wieczorek (11/ 3 Dreier), Sophie Ouedraogo (2), Riehle (8), Janson (10), Wennekamp (5)

mehr  
Feb 3

Obenauf in Chemnitz

Obenauf in Chemnitz

Der souveräne 84:65 Sieg bedeutet zugleich den vorzeitigen Klassenerhalt. Am kommenden Sonntag geht es gegen Braunschweig um die Playoffs!

Plus 4, plus 9, plus 19. Stetig wuchs der Vorsprung der Eisvögel in Chemnitz an. Nach einer Anfahrt durch Schnee und Eis und mit einer 15-minütigen Verspätung (die Schiris standen im Winterstau) ging’s los in Chemnitz. Anfangs mit guter Offense auf beiden Seiten und eher verhaltener Defense. Das 20:24 nach 10 Minuten attestierte den Eisvögeln zwei defensive Stopps mehr als den Gastgeberinnen.

Früh wurde klar, dass an diesem Abend die Chemnitzer Verteidigung ihre Schwierigkeiten mit dem Freiburger Center-Duo Gaffney und AACG haben würde. Trotz stetigen Doppelns durch zwei Chemnitzer Katzen fanden die beiden immer wieder den Weg zum Korb oder bewegten sich ohne Ball geschickt in die entstandenen Lücken. Am Ende standen zwei blitzsaubere Übersee-Double-Doubles. Großartig!

Als dann auch noch die deutschen Nachwuchskräfte begannen, dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken, standen schon im dritten Viertel die Signale auf „Auswärtssieg Nummer 3“. Starkes Spiel von Luana Rodefeld, die an diesem Abend den „spin move“ für sich entdeckte (Bravo!), wichtige Impulse von Luisa Nufer (Frech!), tolle Rebounds von Léa Ouedraogo (Prädikat „besonders wertvoll“!), exzellente Defense von Leonie Kambach (Yeah!). Zwar kamen die ChemCats noch einmal auf 6 Punkte heran, doch der nächste Eisvögel-Run kam – sah – und siegte. Kapitel 16 der Comeback-Saison endet mit einem Auswärtssieg und macht bereits nach 16 Spieltagen den vorzeitigen Klassenerhalt klar. Glückwunsch!

Mindestens. Denn, die Eisvögel wollen mehr, dürfen mehr wollen. Am kommenden Sonntag geht es um den Einzug in die Playoffs. Um 16:00 Uhr empfangen die USC-Ladies LionPride Eintracht Braunschweig. Und die Löwinnen kommen mit einem Auswärtssieg in Wasserburg im Rücken mit mächtig Dampf im Kessel an. Ein wahrer show down bahnt sich an! Vormerken!

mehr  
Feb 1

Gibt es den Heimvorteil?

Gibt es den Heimvorteil?

Sonntag, 16:00 Uhr: Sprungball! Die ChemCats empfangen die Eisvögel…

Und wenn der Ball dann in der Luft ist, dann fragt man sich wieder Land auf Land ab: Gibt es den Heimvorteil? Na klar, gibt es den! Und zwar umso mehr, wenn Sportarten nicht männerfußballgleich und bis zum Erbrechen in den TV-Kanälen hoch und runter gesendet werden. Und so gilt es am Sonntag für die Eisvögel, nicht nur das Team der ChemCats um Leader Maya Hood und die deutschen Talente Elea Gaba und Lucile Peroche irgendwie, und sei es am Ende mit einem Punkt Vorsprung, in die Schranken zu weisen, sondern eine Menge anderer Hindernisse aus dem Weg zu räumen: Lange Anfahrt, Heimpublikum, fremde Halle und und und…

Das läppert sich. Und es ist wie es ist: In ihrer Comeback-Saison ist auch in Kapitel 16 ein Auswärtsspiel eine riesengroße Hürde für die Eisvögel. Umso höher sind Siege wie die in Braunschweig und Saarlouis einzuschätzen. Zwei an der Zahl. Bis jetzt. Und ob es gelingt in Chemnitz Auswärtssieg Nummer 3 zu erkämpfen? Auf dem Weg dahin stehen eine Menge Hindernisse…

Eine Mammutaufgabe. Good luck, Eisvögel!

mehr  
Jan 28

Damen 2: Kraftakt in Heidelberg

Damen 2: Kraftakt in Heidelberg

Die Regionalligadamen schlagen den USC Heidelberg unter besonderen Bedingungen und fahren einen wichtigen Sieg ein. Freiburg gewinnt 71:51.

Spiele in Heidelberg gehören mitunter zu den Ereignissen, auf die sich Coaches und Spieler freuen. In der legendären ISSW Alt im Neuenheimer Feld haben die beiden Universitätssportclubs schon so manche denkwürdige Schlacht geschlagen. Ganz anders waren die Vorzeichen unter der Woche, als man in Freiburg die fitten Spielerinnen, die mit nach Heidelberg fahren würden, an einer Hand abzählen konnte. Für leichte Entspannung sorgte dann die Nachricht, dass in Person von Laura Zdravevska und Theresa Schimpf Unterstützung aus der Bundes- und Oberliga zum Team stoßen würde.

Und so lieferten die sieben Freiburgerinnen gegen ebenfalls ersatzgeschwächte Heidelbergerinnen eine Partie ab, die im Gedächtnis bleiben wird: Mit voller Kraft voraus und dem Wissen, dass man nichts zu verlieren hatte, überrannten die Damen 2 ihren Gegner förmlich und setzten sich bereits im ersten Viertel zweistellig ab.
Dass die Freiburgerinnen diesen Vorsprung konsequent hielten lag zum einen an der mangelhaften Heidelberger Wurfquote, zum anderen vor allem daran, dass Freiburg in entscheidenden Momenten immer wieder erfolgreich abschloss, meist in Person von Laura Zdravevska und Kapitänin Juliane Hodapp. Bei Heidelberg erreichte einzig Nikolina Ivancic Normalform und hielt ihr Team mit 19 Punkten (4 Dreier) über weite Strecken noch im Spiel.

Carolin Riehle beendete dann aber 4 Minuten vor Schluss mit ihrem zweiten Dreier die letzten Heidelberger Hoffnungen. Durch das spielfreie Wochenende der Mannschaft aus Möhringen schiebt sich Freiburg mit einem Spiel mehr vorübergehend auf den zweiten Tabellenplatz und bleibt Spitzenreiter Ludwigsburg im Nacken.

Für Freiburg spielten
Hodapp (22/ 3 Dreier), Riehle (9/2), Schimpf (2), Schipek (8), Staenke (2), Wieczorek (4), Zdravevska (24)

mehr  
Jan 27

Motor an – Motor aus

Motor an – Motor aus

Vor dem heißen Tanz in Chemnitz holen die Eisvögel zwei wichtige Punkte zuhause. Auf und nieder ging’s am Samstagabend in der vollen Unihalle.

Es war nicht der allerschönste der vorstellbaren Siege. Irgendetwas war an dem Tag schiefgegangen. Hatte Mirna Paunovic beim gemeinsamen Teamfrühstück, zu dem sie am Morgen eingeladen hatte, Baldriantee statt Kaffee serviert? Schlug die Großwetterlage gerade von Winter auf Frühling um? War ein Meteorit im Anflug? Oder waren gar, wie ein Freiburger Edelfan vor dem Spiel noch verriet, Voodoo-Kräfte am Werk? Irgendwas muss gewesen sein…

…denn Kristen Gaffney startete mit 0:6 Würfen und 2 Ballverlusten ins Spiel. Die Wurfquote bei den Freiburger Freiwürfen betrug in der ersten Halbzeit 1 von 6. Bei jeder Auszeit kam das Team zu spät und träge zurück aufs Spielfeld. So träge, dass es sogar den Schiris zu bunt wurde und sie genervt den Ball hinter die Auslinie legten und die Sekunden zählten. Irgendwas muss also gewesen sein.

Und als dann auch noch die Angels aus Nördlingen den Ball superflüssig laufen ließen, immer wieder sehenswerte Abschlüsse feiern konnten, da kapierte irgendwie keiner, wie denn die Eisvögel mit einer 1-Punkt-Führung in die Halbzeit gehen konnten. Grund war einer der aus Freiburger Sicht absolut positiven Aspekte des Abends. 17 Effizienzpunkte durch die deutschen (Nachwuchs-) Kräfte. Das war eine deutliche Steigerung zum Auftreten vor Wochenfrist in Wasserburg. Die ersten vier Punkte waren „deutsch“, großartige Hustles von Sara Kranzhöfer, freche scores von Nufer und Rodefeld, wichtige Inputs von Léa Ouedraogo in der Crunchtime.

Großartig auch das double-double von AACG mit 20 Rebounds an einem gebrauchten Gaffney-Tag. Stark und vorentscheidend der zielstrebige Auftritt des Teams im dritten Viertel, als dann auch endlich die Freiburger Trommeln im Uni-Dome geschlagen wurden. Neun Minuten vor Schluss stand so eine 14-Punkte-Führung für weiß. Sollte reichen. Tat es aber (fast) nicht. Motor an. Motor aus. Die Runs und Flops beider Teams wechselten sich weiterhin munter ab. Als schließlich Nördlingen wieder auf drei Punkte dran war, kamen dann endlich endlich endlich drei Freiburger defense-Stops in Folge. Das war’s. Freiburg gewinnt 65:56. Der direkte Vergleich geht an Nördlingen.

Zwei Punkte. Haken dran. Irgendwas muss gewesen sein, an diesem Abend. Aber sei’s drum. Die Eisvögel werden nicht so lange drüber nachdenken. Denn es steht eine Mammutaufgabe an: Am kommenden Sonntag geht es weit weit weit weg gen Osten, nach Chemnitz. Ein harter Gang. Schweres Spiel. Schwierige Ausgangssituation. Es wird nicht langweilig. Focus, Eisvögel!

mehr