Nov 15

Damen 3: Es weht ein rauer Wind im Breisgau

Damen 3: Es weht ein rauer Wind im Breisgau

Erneut verlieren die Oberliga-Damen ein Spiel gegen einen nominell schwächeren Gegner. Gerade in Sandhausen hatte man endlich zurück in die Erfolgsspur gewollt. In einer hektischen Schlussphase geht das Spiel mit 43:50 verloren.

„Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß“, sagte Andy Brehme einst; im Fußballerjargon meint man damit, dass es einfach Tage gibt, an denen nichts zusammenläuft. Auch wenn die entscheidende Extremität im Basketball nicht der Fuß ist – und wir nun wirklich niemandem etwas Derartiges am Handgelenk wünschen – steht das zur Zeit auch sinnbildlich für die Spiele der Damen 3 in der Oberliga. Es geht einfach nichts zusammen im Moment: Unglückliche Niederlage in der Overtime, dann ein knapper Sieg in Overtime, in einem Spiel, in dem man eigentlich wieder mal souverän sein wollte, und jetzt sogar die Niederlage in Sandhausen, dieses Mal in der regulären Spielzeit. Autsch. Man hatte sich natürlich mehr vorgenommen in den vergangenen Wochen. Aber wieder funktionierten Kleinigkeiten nicht, sowohl in der Offense (vergebene Chancen, Freiwürfe) als auch in der Defense (schlechte Transition Defense, schlechte Rotation, viele Fouls). Und an diesen Tagen kommt dann eben alles zusammen. Nach der Halbzeit verletzte sich die beste Scorerin Hannah Schorb, und gegen Ende der Partie zollte man der individuellen Foulbelastung Tribut, sodass von den mitgereisten 7 Spielerinnen am Ende nur noch fünf einsatzfähig waren. Und wäre das nicht genug, wird dem Team auch noch in der entscheidenden Phase der Partie ein Dreier von Lea Schellbach unterschlagen. Der Wurf wurde nicht auf dem Spielberichtsbogen notiert, die Bitten und der Appell, das Notierte zu überdenken prallten am Schiedsrichtergespann ab. Und irgendwo in einem Büro in Köln nuschelt Herbert Fandel ein leises „Videoassistent“ in seinen Dreitagebart. Da die Sandhausener ihr Replay-Center aber leider nicht aufgebaut hatten, ging man statt dem Ausgleich (46:46, 37. Minute) mit minus 3 in die Schlussphase, konnte nicht scoren und der Gegner versenkte die notwendigen Freiwürfe um die Partie am Ende als der glückliche Sieger zu verlassen. „Solche Geschichten am Ende sind natürlich nicht förderlich für die Konzentration und das Selbstvertrauen der Mannschaft. Trotzdem haben wir es bereits in den ersten drei Vierteln versäumt, uns spielentscheidend abzusetzen“, sagte Coach Leichter nach der Partie.

Hilft alles nichts, das nächste Spiel steht bereits vor der Tür, und das Team wäre gut beraten, die alten Sorgen abzuhaken und sich schnell auf das kommende Wochenende zu konzentrieren. Denn mit Berghausen wartet eines der Topteams, dazu steigt das Spiel in der Uni-Halle – beste Voraussetzungen für einen Basketball-Leckerbissen. Und wenn der Wille stimmt, hat man möglicherweise auch wieder das nötige Quäntchen Glück in der sehr ausgeglichenen Oberliga Baden auf seiner Seite.

Für Freiburg spielten:
Entenmann (12), Amann (3), Schellbach (8), Streyczek (6), Schorb (10), Schimpf, Isenmann (4)

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