Mrz 12

Eine Hommage

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…an alle die dabei waren.

Es war die perfekte Rahmenhandlung. Denn sie waren alle gekommen. Die schon ganz am Anfang dabei waren, den Eisvögeln sozusagen „auf die Beine halfen“, als Lehrer, AG-Leiter, Eltern, Trainer, Hallenhelfer, Spielerin, Fan. Sie waren alle gekommen, die Laufs, Lindemeyers, Schulers, Seegers, Theunissens, Höres, Hecks, Herms, Jäkels, Wahls, Möllingers, Kiefers, Neidecks, Hubers, Lürkens, Wendts, Riecherts, Heinrichs, Mulfingers, Jägers, Adams, Glunks, Gronewalds, Willretts und und und. Die Badische Zeitung zählte 1200 Zuschauer, die den Eisvögeln noch einmal ihre Aufwartung machten. Einem Programm, das in den vergangenen 19 Jahren 10 deutsche A-Nationalspielerinnen und 23 Jugendnationalspielerinnen ausgebildet hat. Ein Programm, das nach 17 Jahren 1. Bundesliga nun mit großer Wahrscheinlichkeit in die 2. Liga absteigen wird.

Man merkte den Eisvögeln den Druck der Tradition an. Sie wollten „nicht diejenigen sein, die es verkacken“. Sie versuchten, sie taten, sie wollten. Allein sie konnten nicht, gegen TH Wohnbau Angels, die als TSV Nördlingen auch am Anfang der Eisvögelgeschichte dabei waren und jetzt wieder mal vorbeischauten. Und so hörte man nach dem Spiel von bitter schluchzenden Eisvögel-Spielerinnen auch immer wieder ein ersticktes „es tut mir so leid“, „I’m so sorry“. Es war zu viel der Verantwortung.

Und so wird es in Freiburg wohl eine Zeit lang nicht Duelle geben wie in den 17 Jahren zuvor und eben am gestrigen Abend auch: Illmberger gegen Geiselsöder, Sabally gegen Högg, Hodapp gegen Prötzig. Vielleicht muss auch die Liga ohne diese Duelle zurechtkommen. Eine Liga, die einen Weg geht, der nicht für Nachwuchsspielerinnen gemacht ist. Eine Liga, die seit eineinhalb Jahren, seit der Aufkündigung des Gentleman-Agreements dem eigenen Nachwuchs den Mittelfinger zeigt. Eine Liga, die sich schwertut, den sinnigen Weg zum internationalen Wettbewerb bedingungslos zu unterstützen oder gar mitzugehen. Vielleicht also alles gut so.

Es wird weitergehen in Freiburg, der, wie wir wissen, schönsten Stadt der Welt. Und: Man darf in einem Ausbildungsprogramm auch absteigen. Man muss es dürfen. Zumal, wenn man sich verdient gemacht hat. Und das haben sie, die Eisvögel und ihre Geburtshelfer. Sie haben den Beweis angetreten, dass man als selbstbewusste, junge Frau hochattraktiven Sport vor einem großartigen Publikum betreiben kann. Sie haben den Beweis angetreten, dass im Basketball die besten Werfer nicht Torschützen heißen. Sie haben bewiesen, dass es sich lohnt, nicht der wichtigsten aber einer guten Sache zu dienen, die Laufs, Lindemeyers, Schulers und Co. Danke!

Das Spiel Eisvögel gegen TH Wohnbau Angels endete 69:83





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