Nov 4

Entzückung

http://www.usc-eisvoegel.de/wp-content/uploads/03112018pse251.jpghttp://www.usc-eisvoegel.de/wp-content/uploads/03112018pse251.jpghttp://www.usc-eisvoegel.de/wp-content/uploads/03112018pse251.jpgEntzückung

USC-TKH 78:58. Oder, etwas emotionaler ausgedrückt: Die Eisvögel beschwipsen sich an sich selbst.

Dass am Ende eine runde Zwölferrotation aus Freiburg eine eckige Achterrotation aus Hannover in die Schranken weisen und mit einer 20-Punkte-Packung nachhause schicken würde, das konnte der geübte Eisvögelfan nun wirklich nicht erwarten. Thimm, Palmer, Tarasava, Brajkovic, Henningsen… Zu illustre Namen kamen da in den Breisgau angereist, als dass die noch kürzlich in zehn Nördlinger Minuten arg gerupften Eisvögel in diesem Match eine gelungene Rehamaßnahme zu erwarten gehabt hätten.

Allein, kommen tat‘s anders. Die USC-Ladies (erstmals seit gefühlt zweieinhalb Jahren in nomineller Bestbesetzung) zeigten zwar eineinhalb holprige Startminuten, entzückten dann aber ihre 800 Fans gegen TK-Damen (ohne Top-Centerin Veshaundra Young) mit gleich vier gewonnen Vierteln in Folge. Plus 15 zur Halbzeit (46:31) und dann, und dann, fängt das Ganze wieder von vorne an… Dachte man.

Aber kommen tat’s anders. Der Freiburger Evergreen, das déja vu, die zehn Holperminuten der letzten drei Spiele blieben aus. Zwar bettelten die Eisvögel im dritten Viertel nach einigen überhasteten Angriffen schier nach einem erneut spannenden Spielverlauf, zwar wuchs auf der Hannoverschen Bank immer mal wieder das Gefühl an „hier geht noch was“, zwar erbrachte die Dramaturgie der Freiburger Foulbelastung (frühe Teamfouls plus frühe Moten-Fouls) auch ihren Beitrag, doch sorgten zwei nicht ganz unwesentliche Phänomene am Ende doch für den unerwartet sicheren Zieleinlauf der Eisvögel:

Die Profis entpuppten sich als die Leader: Als aus plus 22 plötzlich „nur noch“ plus 13 wurden, waren Kristen Gaffney und Audrey-Ann Caron-Goudreau (AACG) da und netzten schnell mal aus der Mitteldistanz ein. Der mini 6:0 Run tütete den Sieg ein.

Und: Die Turnschwestern aus Hannover blieben etwas unter Wert. Die Emotionen der Bank schienen nicht über die dann doch 90 Zentimeter hohen Freiburger Sponsorenbanden aufs Spielfeld schwappen zu wollen. Und so ließen sich die fünf (meist sehr namhaften) Damen aus Niedersachsen auch von Freiburger Jugend-forscht-line-ups wie Nufer-Mayer-Ouedraogo-Zdravevska-Hoffmann doch hier und da etwas überraschend einfach bändigen. Und trotzdem: Respekt USC!

Einen Tag haben die Eisvögel nun Zeit, um ihren Basketball-Schwips auszuschlafen. Am Montag startet die Vorbereitung (auf Saarlouis) mit der Nachbereitung (von Hannover). Nächstes Zwischenziel: Samstag, 10.11., 19:30 Uhr. Das nächste Heimspiel wartet! Eisvögel gegen TV Saarlouis Royals!



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