18.10.2026  /  2. MannschaftSpielbericht

Eisvögel II unterliegen in Heidelberg – Fokus auf wichtiges Auswärtsspiel in Mainz

Die Eisvögel USC Freiburg II müssen sich den USC BasCats Heidelberg auswärts mit 64:83 geschlagen geben. Vor allem defensiv fanden die Freiburgerinnen über weite Strecken keine Antwort auf die treffsicheren Gastgeberinnen und deren Schlüsselspielerinnen. Nach einer verbesserten Phase im dritten Viertel setzte sich Heidelberg im Schlussabschnitt erneut deutlich ab.

Schwierige Aufgabe in Heidelberg

Mit der Hoffnung, auch auswärts bei den heimstarken USC BasCats Heidelberg etwas Zählbares mitzunehmen, gingen die Eisvögel USC Freiburg II in die Partie. Dass die Aufgabe alles andere als einfach werden würde, war den Freiburgerinnen bewusst. Heidelberg präsentierte sich von Beginn an treffsicher und setzte die Gäste mit aggressiver Verteidigung unter Druck. Die zahlreichen Wechsel der Gastgeberinnen sorgten dabei zusätzlich für eine hohe Intensität.

Bereits im ersten Viertel legte Heidelberg offensiv vor und entschied die ersten 10 Minuten mit 26:20 für sich. Die Eisvögel fanden defensiv nur schwer Zugriff und liefen diesem Rückstand im weiteren Spielverlauf hinterher. Besonders die beiden Heidelberger Imports bekamen die Freiburgerinnen kaum in den Griff: Die kanadische Centerin Letlow (Nr. 9) dominierte mit 33 Punkten und neun Rebounds vor allem in Korbnähe. Spielmacherin Pangalos (Nr. 11) setzte ihre Mitspielerinnen immer wieder in Szene und verpasste nur knapp mit 19 Punkten, zehn Assists und acht Rebounds ein Triple-Double.

Auch im zweiten Viertel gelang es den Eisvögeln nicht, den offensiven Rhythmus der Gastgeberinnen entscheidend zu brechen. Heidelberg nutzte seine Chancen konsequent, während Freiburg defensiv zu selten die nötige Stabilität fand.

Verbesserte Phase im dritten Viertel

Nach der Halbzeitpause nahmen sich die Freiburgerinnen vor, mit besserer Verteidigung, konsequenteren Rotationen und mehr Präsenz beim Rebound zurück ins Spiel zu finden. Die Anpassungen zeigten Wirkung: Im dritten Viertel begegneten die Eisvögel Heidelberg deutlich ausgeglichener und verloren das Viertel nur knapp mit 17:18. Zwischenzeitlich verkürzten sie den Rückstand sogar auf fünf Punkte und machten deutlich, dass sie durchaus in der Lage waren, die Gastgeberinnen vor Probleme zu stellen.

In dieser Phase zeigte Freiburg auch offensiv gute Ansätze. Durch Zusammenspiel und gemeinschaftlich kreierte Abschlüsse gelangen immer wieder sehenswerte Aktionen. Allerdings gelang es nicht, den Lauf nachhaltig fortzusetzen und den Rückstand weiter zu verkürzen.

Ein entscheidender Faktor blieb das Rebound-Duell. Heidelberg sicherte sich insgesamt 18 Offensivrebounds, Freiburg kam lediglich auf acht. Dadurch erhielten die Gastgeberinnen zahlreiche zusätzliche Angriffsmöglichkeiten, die es den Eisvögeln erschwerten, den Anschluss herzustellen.

Heidelberg setzt sich im Schlussviertel ab

Im letzten Viertel machte Heidelberg schließlich deutlich, warum es vor heimischem Publikum so schwer zu schlagen ist. Die Gastgeberinnen erhöhten erneut die Intensität, während bei Freiburg nach dem hohen Aufwand zunehmend die Kräfte nachließen. Mit 22:16 ging auch der Schlussabschnitt an Heidelberg, das sich damit am Ende mit 83:64 durchsetzte.

Das Endergebnis fiel deutlicher aus, als es sich über weite Strecken auf dem Feld angefühlt hatte. Dennoch ging der Heimsieg angesichts der offensiven Effizienz Heidelbergs, des hohen defensiven Drucks und der Überlegenheit beim Offensivrebound in Ordnung. Für die Eisvögel gilt es nun, aus den schwierigen Phasen die richtigen Schlüsse zu ziehen.

Auch die verletzungsbedingte Abwesenheit von Stephanie Wagner machte sich bemerkbar. Lea Ouedraogo kehrte unterdessen an ihre frühere Wirkungsstätte in Heidelberg zurück und zeigte eine solide Leistung.

Die Begegnung fand zudem im Rahmen des Breast Cancer Awareness Month statt. Der Oktober steht international im Zeichen der Sensibilisierung für Brustkrebs und der Unterstützung von Betroffenen. Heidelberg nutzte das Heimspiel, um auf das wichtige Thema aufmerksam zu machen und vor einer gut besuchten Kulisse zu spielen.

Blick nach vorne: Wichtiges Auswärtsspiel in Mainz

Viel Zeit zum Hadern bleibt den Freiburgerinnen nicht. Bereits am kommenden Samstag wartet mit dem Auswärtsspiel in Mainz eine wichtige Aufgabe. Dort wollen die Eisvögel von Beginn an mit mehr defensiver Konsequenz auftreten, dem gegnerischen Druck mit der nötigen Intensität begegnen und ihr eigenes Spiel konsequenter durchsetzen.

Foto: Andreas Gieser / cheesy.photo