Versöhnlicher Heimabschluss: Eisvögel USC Freiburg II drehen Partie gegen Ulm

Der Auftakt der Partie verlief jedoch alles andere als nach Plan. Freiburg fand defensiv zunächst keinen Zugriff, agierte zu passiv und ließ die Gäste aus Ulm selbstbewusst aufspielen. Die Ulmerinnen traten trotz kleiner Rotation furchtlos auf, trafen hochprozentig – vor allem aus der Distanz – und entschieden das erste Viertel mit 24:17 für sich. Auch im zweiten Abschnitt fanden die Eisvögel nur schwer in ihren Rhythmus. Zwar stabilisierte sich die Defensive etwas, offensiv blieben die Freiburgerinnen jedoch zu unkonzentriert in der Chancenverwertung. So ging es mit einem Rückstand von 4 Punkten (31:35) in die Halbzeitpause.
Nach dem Halbzeitpause folgte dann die klare Reaktion der Gastgeberinnen. Mit deutlich höherer Intensität in der Verteidigung, besserer Abstimmung und konsequentem Rebounding übernahmen die Eisvögel die Kontrolle. Ballgewinne führten immer wieder zu schnellen Fastbreaks, der Ball lief gut durch die eigenen Reihen, ein flüssigeres Zusammenspiel im Angriff sorgten für einen regelrechten Lauf. Das dritte Viertel ging mit 31:4 klar an Freiburg.
Auch im Schlussabschnitt ließ das Team nicht nach, kontrollierte das Spielgeschehen und baute den Vorsprung weiter aus (22:14). Besonders erfreulich war die geschlossene Mannschaftsleistung, die sich in einer ausgeglichenen Punkteverteilung widerspiegelte. Die zweite Halbzeit war insgesamt ein Auftritt, der den eigenen Ansprüchen gerecht wurde und einen positiven Schlusspunkt unter die Heimspiele der Saison setzte.
Die Eisvögel II überzeugten vor allem kollektiv: Die Punkte verteilten sich auf mehrere Schultern, alle Spielerinnen konnten sich auf der Scoringliste eintragen. Ein klares Zeichen für das verbesserte Zusammenspiel nach der Pause. Zweistellig scorten Paula Paradzik (15 Punkte), Paula Huber-Saffer (14 Punkte), Julia Leiner (10 Punkte).
Auch statistisch spiegelte sich die Dominanz der zweiten Halbzeit wider: Freiburg gewann das Rebound-Duell deutlich (54:34), erzwang 13 Steals und profitierte von 18 Turnovern der Gästinnen. Die aggressive Defensive und das konsequente Umschaltspiel waren die Grundlage für den deutlichen Heimerfolg.
Paula Paradzik: „Wir haben am Ende deutlich gewonnen, auch wenn wir in der ersten Halbzeit nicht unsere beste Leistung gezeigt haben. In der zweiten Halbzeit haben wir dann endlich unser Tempo gespielt, viel Fastbreak und gute Defense und konnten uns so absetzen. Danke auch an alle, die uns bei unserem letzten Heimspiel unterstützt haben!“
Headcoach, Patrick Fürst: „In der ersten Halbzeit haben wir das Spiel verschlafen, zu halbherzig verteidigt und unsere offensiven Möglichkeiten nicht konsequent genutzt. Ulm hat das mit guten Trefferquoten bestraft. Nach der Pause haben wir dann endlich wieder zu unserem Spiel gefunden: Wir haben als Team aggressiv verteidigt, gut gereboundet und uns klare Wurfgelegenheiten erarbeitet – und diese auch genutzt. Die Mannschaft ist geschlossen aufgetreten und hat im dritten Viertel für klare Verhältnisse gesorgt. Hoffentlich haben wir so wieder unseren Rhythmus gefunden und können diesen Schwung in die beiden letzten Saisonspiele mitnehmen.“
Der 84:53-Erfolg war ein versöhnlicher Abschluss vor heimischem Publikum und ein verdienter Lohn für eine starke zweite Halbzeit. Nun gilt es, den Schwung und die Intensität aus Halbzeit zwei mitzunehmen und sich gezielt auf die kommende Auswärtsaufgabe bei den VIMODROM Baskets Jena vorzubereiten.









