Daub macht den Dagger: Eisvögel schlagen vor voller Hütte die TKH Luchse im Große-Spiele-Dome
Eisvögel USC Freiburg gegen TK Hannover Luchse 83:75. Vor 1.023 Zuschauern wird das Freiburger Große-Spiele-Event zum Highlight, denn der TKH erweist sich als Come-back-Team. Abby Prohaska serviert mit 24 Punkten den Tageshöchstwert. Zwei Freiburger Double-Doubles.

Foto: Stephan Eckenfels
Die Große-Spiele-Initiative, die Freiburger Bundesliga-Eishockey, -Handball, - Volleyball und -Basketball zusammenbringt und neben dem omnipräsenten Männerfußball ins Rampenlicht rückt, sie zieht. Nicht mehr allzu viel Platz gab es da im Uni-Dome, der das Spiel des Tabellensechsten (Freiburg) gegen den Zehnten (Hannover) präsentierte.
Spielverlauf und Wendepunkt: Das Ding schien bereits durch, als Eboni Walker zu Beginn der zweiten Halbzeit mit Lay up auf 46:32 für ihre Farben stellt. Nach einem bärenstarken zweiten Viertel waren die Eisvögel mit plus 12 in die Kabine gegangen. Aber die Luchse kamen zurück. Und zwar mächtig. Mit aggressiver Verteidigung legten sie einen krassen 16:0 Run aufs Parket des Uni-Domes und waren bei 46:48 wieder voll im Spiel. Erst als die Eisvögel selbst wieder defensiv zupackten und Stops erzeugten, wurde das begeisternde Match wieder ein Freiburger.
Daub macht den Dagger: Jongeling brachte die Luchse mit ihrem Swish-Dreier noch einmal gefährlich auf Schlagdistanz (73:67, 38. Minute). Doch im Gegenzug ließ sich Eisvögel-Spielmacherin Britta Daub nicht zweimal fragen und netzte aus der Distanz den spielentscheidenden Wurf zum 76:67 ein. Das war’s.
Spielerinnen im Fokus: Luchse-Guard Francis Harden machte das Match zur Show dreier US-Girls. Harden, Prohaska und Walker dominierten im Dome. Prohaska als dominante Scorerin mit zudem 5 Assists, Harden mit unwiderstehlichen Drives zum Korb und Walker… Walker war überall.
Spielerin der Partie: Eboni Walker streute 16 Punkte ein, holte 15 Rebounds, servierte 4 Assists und 2 Steals. Effizienzwert 27 und knapp 35 Minuten Spielzeit. Ging nicht viel mehr beim Freiburger Power Forward. Keine Diskussion: Walker war „player of the match“!
Zahlen, bitte: 21 Offensivrebounds schnappten sich die Luchse und servierten den Taktikfüchsen sofort die treffende Analyse des Spiels. Ließen die Eisvögel für den TKH zweite Chancen zu, wurde das Große Spiel zum nailbiter. Packte "weiß" jedoch auch defensiv energisch zu, gab es mit den Fans im Rücken keine Zweifel am dritten Saisonsieg.
Der kleine Unterschied: Zwei Freiburger Double-Doubles machen den Unterschied. Eboni Walker mit 16 Punkten und 15 Rebounds sowie „Player of the match“-Medaille setzte die Marke. Und Teagan Thurman zog nach, streute vor den Augen ihrer Mama 15 Punkte ein und machte mit 10 Rebounds kurzen Prozess unter dem Korb.
Die Deutschen: Britta Daub auf WM-Niveau und 17 erstaunliche Askamp-Minuten bestaunten die 1.000 Fans. Auf Seiten des TKH freut man sich über die wiedergenesene Meret Kleine-Beek (5 Punkte, 6 Rebounds) und Ex-Nationalspielerin Theresa Simon (5 Punkte, 3 Assists). Am Ende sind es 26 deutsche Punkte auf Seiten der Eisvögel gegenüber 15 Zählern bei den Luchsen.
Weise Worte: „Ich freue mich immer sehr, nach Freiburg zurückzukommen, die vielen bekannten Gesichter zu sehen und Freunde wiederzutreffen. Die Stimmung hier ist einfach immer großartig. Natürlich ist es schade, dass es heute nicht gereicht hat. Ich denke, uns hat vor allem die Konstanz gefehlt. Wir hatten richtig gute Phasen und starke Läufe, konnten dieses Niveau aber nicht über die gesamten 40 Minuten halten. Dazu hat Freiburg, insbesondere durch Abby Prohaska, wichtige Würfe getroffen, während bei uns einige Chancen ungenutzt blieben. Am Ende war die fehlende Konstanz entscheidend.“ - Leonie Kambach (Absolventin des Freiburger Sportinternats und Ex-Eisvogel)
„Der Schlüssel zum Sieg war, dass wir unserem Spielplan treu geblieben sind und über die gesamte Partie konstant gespielt haben. Uns war klar, dass beide Teams ihre starken Phasen haben würden. Entscheidend war deshalb, ruhig und fokussiert zu bleiben. Die Luchse sind sehr aggressiv aus der Halbzeitpause gekommen, aber wir haben uns im Laufe des Spiels immer wieder gut angepasst und am Ende den Sieg geholt.“ Abby Prohaska (Topscorerin der Partie)
So geht’s weiter: Die Liga verabschiedet sich ins „FIBA-Window“. Am Start im DBB-Dress werden mit Britta Daub und Rookie Fredi Askamp gleich zwei Eisvögel sein. Am Sonntag, 22.11., geht’s für die Eisvögel zum Tabellenführer nach Keltern. Spielbeginn in Dietlingen: 16:00 Uhr. Das nächste Heimspiel wartet auf die Freiburger Fan-Community am Sonntag, 29.11. um 16:00 Uhr. Zu Gast dann im Uni-Dome die GiroLive Panthers aus Osnabrück. HIER können die Fans schon jetzt ihre Plätze sichern!
Das Spiel im Re-Live: Zum DynBasketball-Video des Spiels gegen die TKH Luchse geht’s HIER entlang!
________________________________________
Viertelergebnisse (Freiburg erstgenannt):
25:20 | 19:12 | 15:23 | 24:20 | Endergebnis: 83:75
Game Facts (Freiburg erstgenannt):
• Rebounds: 42 | 46
• Assists: 18 | 13
• Ballgewinne: 7 | 9
• Ballverluste: 17 | 15
Best of EISVÖGEL: Abby Prohaska 24pt 3rb 5ass | Eboni Walker 16pt 15reb 4ass 2steals | Britta Daub 16pt 2reb 1ass | Teagan Thurman 15pt 10reb 3steals | Komplette Statistik









