Evans geht mit 32 voran, doch Jones spielt den Spielverderber: Marburg nimmt aus Freiburg die Punkte mit
Das Schmankerl mutiert zur klaren Sache. Nur zweimal präsentieren sich die Eisvögel auf Schlagdistanz. Den Unterschied macht am Ende die Quote in zwei ganz bestimmten Kategorien.
Zur Algebra: 12 größer als 6. 29 größer als 15. Und 17 größer als 12. Dies sind die Zahlen, die ein Spiel entscheiden. Am Samstagabend waren das im Uni-Dome die Werte von der Dreipunktelinie und (kleines Déjà vu) jene von der Freiwurflinie. Die Eisvögel konnten nahezu alle Statistikbalken des Spiels gegen den BC Marburg gleich hoch auspendeln. Nur bei zwei Kategorien, da hinkten sie deutlich hinterher: Von der Freiwurflinie erlaubten sie sich zu viele Aussetzer (12 von 19). Marburg zeigte sich nervenstark (17 von 19). Den alles entscheidenden Vorteil hatte der BCM allerdings von down under. Das Wurfvolumen aus der Dreierdistanz (12 Treffer bei 29 Versuchen) war dem der Eisvögel (6 von 15) deutlich überlegen.
Zur Geometrie: Schön hergerichtet war der Uni-Dome. Nette Impressionen aus einem der größten Ausbildungsprogramme Deutschlands flackerten von der Highstyle Videowall. Und die Eisvögel ließen den Tabellenfünften nicht ziehen. 7:7 stand’s nach drei unterhaltsamen Anfangsminuten, 34:34 nach 16 Spielminuten, in denen die USC-Ladies den BC-Damen hinterherdackelten wie eben das Herrchen beim Sonntagsspaziergang dem Hündchen. Hündchen vor, Herrchen kommt nach, Hündchen vor… Für Freiburger Verhältnisse „nur“ 400 Zuschauer wollten den Evergreen im Dome genießen. Die „Fasnet“ zieht gerade ein in Südbaden…
Zum Duell des Spiels: Lange sah es nach einem klassischen Doppel aus. Prohaska-Evans in weiß gegen Guerreiro/Debeljak in blau. 46 zu 37 stand’s am Ende für das Freiburger Duo. Und trotzdem reichte es nicht. Denn nach einer zurückhaltenden ersten Jones-Halbzeit, explodierte Summah Evans‘ Landsfrau in blau, Caitlyn Jones, und wurde in Sachen Playmaking und Finishing zum Player of crunchtime. Aussie time im Uni-Dome!
Zum Spiel:
Dritte Niederlage im dritten Anlauf: Eisvögel unterliegen Marburg ein weiteres Mal.
Der USC verliert gegen die Gäste aus Marburg mit 74:89. Evans überragt dabei mit einer 32-Punkte-Gala.
Es heißt ja immer: „Aller guten Dinge sind drei“. So hätten es sich die Eisvögel aus Freiburg auch gewünscht. Am Ende muss sich das Team von Stefan Möller jedoch zum dritten Mal in dieser Saison gegen den BC Marburg geschlagen geben. Der Verlauf des Spiels erinnert ein wenig an die Partie in Marburg vor vier Wochen: In der ersten Hälfte waren beide Teams auf Augenhöhe und gingen mit einem 40:44 in die Kabine.
Allerdings war ein weiteres Mal das dritte Viertel der entscheidende Faktor, warum die Eisvögel dieses Match verlieren. Mit 12:23 aus Freiburger Sicht erwischten die Eisvögel einen Horrorstart in den zweiten Durchgang. Im vierten und entscheidenden Viertel raffte sich der USC nochmal auf und warf alles nach vorne, konnte allerdings defensiv zu wenig entgegensetzen. So verlieren die Eisvögel ihr 14. Spiel in Folge.
Warum es immer zu diesen Einbrüchen in manchen Spielphasen kommt, erklärt Stefan Möller so: „Das fängt bei jeder einzelnen Spielerin an. Weil natürlich, wenn man in so einer Situation ist, in der wir sind, man sich selbst jeden Tag hinterfragt. Man kämpft mit Selbstzweifeln. Oder die Spielerinnen haben das Gefühl, man fällt in alte Muster zurück, und dagegen rennen wir an. Jedem im Team ist bewusst, dass wir uns diese Phasen nicht leisten können, dass dieses Spiel 40 Minuten geht.“
Doch es gibt auch gute Nachrichten für den USC. Summah Evans ist ein weiteres Mal Topscorerin des Matches. Mit 32 Punkten erwischte die Australierin einen absoluten Sahnetag. Ein Highlight, das den Fans der Eisvögel noch ein wenig Hoffnung auf einen runden Saisonabschluss geben kann. Denn die Playoffs sind schon lange in weiter Ferne. Das weiß auch Stefan Möller: „Rechnerisch ist da natürlich nichts mehr zu holen für uns. Wir wollen jetzt den Fans, die uns über die ganze Saison hinweg treu unterstützt haben, noch ein paar Erfolgserlebnisse bieten und uns als Team und individuell weiterentwickeln.“
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Nächste Haltestelle:
Sonntag, 8.2., 16:00 Uhr, Uni-Dome: Eisvögel 2 – Medikamente per Klick Bamberg Baskets
Sonntag, 15.2., 16:00 Uhr, Keltern: Rutronik Stars Keltern – Eisvögel USC Freiburg









