Konsequente Bambergerinnen entscheiden enges Duell in Freiburg für sich
Die Eisvögel USC Freiburg II mussten sich am vergangenen Spieltag in der heimischen Halle den Medikamente per Klick Bamberg Baskets mit 77:83 geschlagen geben. In einem intensiven und umkämpften Spiel reichte ein nur starkes drittes Viertel nicht aus, um die konstante Intensität der Gäste über 40 Minuten hinweg zu kontern. Besonders ein schwaches defensives Schlussviertel kostete Freiburg am Ende einen wichtigen Heimsieg im Kampf um die vorderen Tabellenplätze.

Von Beginn an war spürbar, dass Bamberg das Spiel mit hoher Intensität anging. Das erste Viertel gestaltete sich dennoch ausgeglichen. Freiburg fand zwar noch nicht optimal ins Spiel, hielt aber gut dagegen und blieb mit einem 14:16 in Schlagdistanz. Im zweiten Viertel zeigte sich jedoch zunehmend, womit Freiburg an diesem Abend Probleme haben sollte: Die Defensive agierte zu passiv, Absprachen funktionierten nicht konsequent und Bamberg kam immer wieder zu guten Abschlüssen. Offensiv fehlte es den Gastgeberinnen an Bewegung und Tempo, das Spiel wirkte statisch – ganz im Gegensatz zur bevorzugten Freiburger Spielweise mit schnellem Transition-Basketball. Bamberg kontrollierte das Tempo, gewann das Viertel mit 24:19 und ging mit einer Sieben-Punkte-Führung in die Halbzeit.
Nach der Pause zeigte Freiburg jedoch ein völlig anderes Gesicht. Die Halbzeitansprache zeigte Wirkung, das Team kam mit viel Energie und Aggressivität aus der Kabine. Mit hohem Tempo, guter Defense und konsequentem Teamspiel überrumpelten die Eisvögel 2 die Gäste regelrecht. Das dritte Viertel ging deutlich mit 27:12 an Freiburg – genau der Basketball, den das Team spielen möchte. Nach 30 Minuten führte Freiburg verdient mit 60:52 und schien das Spiel in die richtige Richtung gelenkt zu haben.
Doch im Schlussabschnitt brach die Freiburger Defensive komplett ein. Bamberg nutzte jede Unkonzentriertheit konsequent aus, traf zahlreiche offene Würfe von außen und gewann das vierte Viertel deutlich mit 31:17. Besonders Hailey van Roeckel übernahm Verantwortung und traf mehrere wichtige Dreipunktewürfe. Freiburg hingegen fand offensiv keinen Rhythmus mehr, leistete sich Fehler in der Eins-gegen-eins-Defense sowie in der Teamverteidigung und konnte die Führung nicht über die Zeit bringen. Trotz zwischenzeitlicher Sechs-Punkte-Führung im letzten Viertel musste man sich am Ende geschlagen geben. Auffällig war zudem die schwache Freiburger Dreierquote von nur 16,7 Prozent, während Bamberg mit 34,6 Prozent deutlich effizienter agierte.
Die Niederlage ist für Freiburg besonders bitter, da ein Sieg im Kampf um die Playoff-Plätze enorm wichtig gewesen wäre. Stattdessen rutscht das Team auf Rang fünf ab. Nun gilt es, die richtigen Lehren zu ziehen, vor allem für die Schlussphasen der nächsten Spiele.
Viel Zeit zum Hadern bleibt nicht. In zwei Wochen steht ein wichtiges Auswärtsspiel in Stuttgart an – ein direkter Konkurrent in der Tabelle. Entscheidend wird sein, von Beginn an mit der richtigen Einstellung aufzutreten, die positiven Aspekte aus dem starken dritten Viertel mitzunehmen und über 40 Minuten konsequent zu verteidigen.
Foto: Achim Keller









