24.01.2026  /  Verein

WNBL: Mit Rückenwind ins Spitzenspiel

Gegen das RegioTeam aus Stuttgart lässt der Bundesliga-Nachwuchs des USC von Minute eins an keine Zweifel aufkommen und überzeugt beim 83:54-Heimerfolg mit tollem Teambasketball. Trotz der positiven Entwicklung gibt es noch reichlich auszuschöpfendes Potential.

Zum Ende der Hauptrunde Süd kommt der Bundesliga-Unterbau der Eisvögel immer mehr ins Laufen. Mit einer Differenz von über 40 Punkten im Schnitt konnten die vergangenen drei Begegnungen in der WNBL zu eigenen Gunsten entschieden werden. Während man sich zu Saisonbeginn noch schwer tat, von Spielbeginn an einen Rhythmus zu erzeugen und nicht selten nach den ersten gespielten Minuten auch gegen vermeintlich schwächere Mannschaften zurücklag, hat sich seitdem Vieles zum Positiven gewendet. Auch gegen das RegioTeam Stuttgart war der Aufwärtstrend vom Sprungball weg klar zu erkennen: Hohe Intensität und ein Umschaltspiel, das sowohl Zuschauer als auch Gegnerinnen zum Staunen brachte, waren bezeichnend für ein überragendes eröffnendes Viertel, das Freiburg mit 28:8 für sich entschied. Da waren Askamp-Blocks, Paradzik-Drives, Gierlich-Dreier, Mbah-Rebounds und viel Anderes, was Freunde des gepflegten Basketballs dieser Tage an der Dreisam nur zu gerne beobachten.

Ob der frühen Führung stand schon zu Beginn des zweiten Viertels eine Freiburger Fünf auf dem Feld, die in der Konstellation normalerweise geschlossen in der u16-Regionalliga aufläuft. So konnten die jüngsten Freiburgerinnen wertvolle Erfahrungen gegen ältere Gegenspielerinnen sammeln und gestalteten gegen die Stuttgarterinnen ein ausgeglichenes zweites Viertel, sodass beim Halbzeitstand von 45:25 niemand ernsthaft besorgt zur Besprechung in der Kabine erscheinen musste.

Nach der Halbzeit schalteten die jungen Eisvögel wieder einen Gang höher und eröffneten den dritten Spielabschnitt mit einem 10:2-Lauf, dem insbesondere Fredi Askamp defensiv sowie offensiv ihren Stempel aufdrücken konnte. In gerade einmal 22 gespielten Minuten zauberte sie am vergangenen Sonntag mit 22 Punkten, 7 Rebounds, 4 Assists, 4 Steals und 5 Blocks eine absolute Monsterperformance auf das tags zuvor frisch getapte Unihallen-Parkett. Nachdem die Freiburger Führung auf über 30 Punkte angewachsen war, schafften es die USClerinnen nicht, die Intensität der Anfangsphasen der ersten und zweiten Hälfte über die volle Distanz hochzuhalten und überließen es den Stuttgarterinnen, den Flow des Spiels zu diktieren. 83:54 lautete der Score nach 40 gespielten Minuten.

“Wir machen in den letzten Wochen als Gruppe unterm Strich eine super Entwicklung durch. Dass wir die individuelle Qualität haben, um Spiele deutlich für uns zu entscheiden, war uns längst bewusst. Mit den Erfahrungen aus der Saison und dem langsam zustande kommenden Rhythmus schaffen wir es inzwischen, unser Potential konstant von Spielbeginn an aufs Feld zu transportieren. Jetzt müssen wir im nächsten Schritt dahin kommen, Spiele auch im sechsten Gang zu Ende zu spielen, weil das eine Qualität ist, die man unabhängig vom Spielverlauf mitbringen muss, wenn man mit den besten Teams mithalten möchte. Da wird das Spiel am Sonntag gegen die TS Jahn München eine super Chance, weitere Fortschritte gegen eine absolute Spitzenmannschaft zu erzielen.” - Malte Kaiser

In München steht am Sonntag um 13:00 Uhr das letzte Spiel der WNBL-Gruppenphase auf dem Plan. Neben ALBA Berlin und Hagen ist München das einzige noch ungeschlagene WNBL-Team in Deutschland. Rechnerisch ist der Gruppensieg für die jungen Eisvögel, die mit 8:1 Siegen knapp an zweiter Stelle stehen, noch möglich. Dafür müsste in München allerdings eine Hypothek aus dem Hinspiel von 28 Punkten abgearbeitet werden. In die Playoffs starten die USClerinnen in jedem Fall mit Heimrecht und dürften sich Stand jetzt auf eine Serie gegen den Post SV Nürnberg einstellen, die am 15. Februar im heimischen Unidome eröffnet würde.

Für Freiburg spielten: Askamp (22 Pkt, 7 Reb, 5 Blk, 4 Ass, 4 Stl, 32 Eff), Paradzik (17 Pkt, 7 Reb, 8 Ass), Gierlich (15 Pkt, 9 Reb, 3/6 Dreier), Pingpoh (10 Pkt, 3 Reb), Kohn (9 Pkt, 2 Stl), Mbah (4 Pkt, 12 Reb, 2 Ass, 2 Blk), Ida Christ (2 Pkt, 3 Reb), Hadzidedić (2 Pkt, 7 Reb, 5 Ass), Schmitt (2 Pkt, 5 Reb), Carla Christ, Faram, Reich.