WNBL: Auftaktsieg im Achtelfinale
Gegen den Post SV Nürnberg tun sich die jungen Eisvögel beim 81:68-Heimerfolg lange schwer, können den späten Sturmlauf der Gäste aber final abwehren und übernehmen die Führung in der Playoff-Serie.

Nachdem die Hauptrunde mit 8:2 Siegen auf dem zweiten Tabellenplatz der WNBL Gruppe Süd abgeschlossen werden konnte, stand fest, dass der USC-Nachwuchs im Achtelfinale auf den Drittplatzierten Post SV Nürnberg aus der Gruppe Mitte treffen würde. Im Format best-of-three zieht jeweils das Team, das zuerst zwei Spiele für sich entscheiden kann, ins Viertelfinale ein.
In der Anfangsphase war den blutjungen Freiburgerinnen die Playoff-Unerfahrenheit und Nervosität sichtlich anzumerken. Defensiv bekam man in den Anfangsminuten keinen Zugriff auf Nürnbergs flinke Guards um Nationalspielerin Noemi Schoenauer, die ein ums andere Mal nach Belieben den Freiburger Korb attackierten. Auch im Rebound, eigentlich eine absolute Paradedisziplin der Nachwuchs-Eisvögel, wirkte Nürnberg galliger und erarbeitete sich wiederholt zweite Chancen am offensiven Brett. Zu allem Überfluss verletzte sich Frederike Askamp früh in der Partie bei einem Sturz am Ellbogen und musste die gesamte erste Halbzeit von der Bank aus mitverfolgen. Beim Spielstand von 12:12 nach acht gespielten Minuten kam Freiburg langsam aber sicher in der Partie an, wirkte von nun an wacher und konnte sich dank insgesamt drei erfolgreichen Gierlich-Dreiern im ersten Viertel auf 21:14 davonstehlen.
Im zweiten Viertel bespielten die bestens eingestellten Nürnbergerinnen die gesamte Klaviatur der Verteidigungsmöglichkeiten, wechselte in kurzen Abständen zwischen verschiedenen Formen der Press- und Zonenverteidigung und versuchte so, den Freiburger Offensivrhythmus zu brechen. Phasenweise gelang dies, doch an dem Nachmittag zeigten sich die Freiburgerinnen von jenseits der Dreipunktlinie in bester Wurflaune und netzten insgesamt gleich 13 Mal von Downtown ein. Das 41:34 am Ende des Abschnitts versprach eine spannende zweite Halbzeit.
Deutlich verbessert kam Freiburg aus der Kabine, schaltete angetrieben von Fredi Askamp defensiv zwei Gänge nach oben, kam so wiederholt ins Laufen und fand nun auch offensiv immer bessere Lösungen gegen Nürnbergs Verteidigung. Auch die frühe Nürnberger Auszeit änderte nicht viel am Freiburger Spielfluss und beim 65:44 nach drei gespielten Vierteln sahen die jungen Eisvögel schon wie die vermeintlich sicheren Siegerinnen aus. Dass die Playoffs eigene Gesetze haben und gute Spielerinnen ihre besten Leistungen auf der großen Bühne abrufen, mussten die USClerinnen an diesem Sonntagnachmittag auf die harte Tour lernen: Mit aller Macht stemmte sich Noemi Schoenauer gegen die drohende Niederlage, übernahm für ihr Team Verantwortung und markierte 16 ihrer insgesamt 37 Zähler im Schlussabschnitt. Freiburg setzte sich dem Aufbäumen nicht mit der nötigen Konsequenz entgegen und drohte zwischenzeitlich, den Vorsprung in den einstelligen Bereich schrumpfen zu lassen. Schlussendlich ging Nürnberg die Zeit aus und Freiburg brachte den Vorsprung an der Freiwurflinie übers Ziel.
Mit einem Sieg am kommenden Sonntag in Nürnberg kann die Mannschaft vorzeitig den Einzug ins Viertelfinale perfekt machen, wo man auf Düsseldorf oder Berlin treffen würde. Ein entscheidendes drittes Spiel würde am Sonntag den 1. März im Freiburger Unidome stattfinden.
Für Freiburg spielten:
Paradzik (22 Pkt, 7 Reb, 8 Ass, 3 Stl), Gierlich (18 Pkt, 6 Reb, 2 Stl), Mbah (10 Pkt, 13 Reb, 3 Ass), Hadzidedić (9 Pkt, 4 Reb, 6 Ass), Schmitt (7 Pkt, 6 Reb, 3 Ass, 2 Stl, 2 Blk), Askamp (6 Pkt, 7 Reb, 3 Ass, 2 Stl, 2 Blk), Kohn (5 Pkt), Fingerle (4 Pkt), Christ, Faram (dnp).









