So fühlt sich das an: Eisvögel schlagen Saarlouis
An einem Wochenende der gemischten Gefühle belohnen sich die jungen Eisvögel für ein beherztes Spiel. Nach 15 Niederlagen in Folge nutzen sie die Gunst der Stunde und gewinnen mit 76:71 (34:32). Das 2.DBBL-Team setzt in Stuttgart ein Ausrufezeichen, während das WNBL-Team in die Verlängerung muss.

Text: Lars Engel / Eisvögel, Foto: gkn productions
Es lag was in der Luft. Die Royals können nicht mehr Erste und nicht mehr Dritte werden. Ihr zweiter Platz in der Tabelle der 1. Toyota DBBL ist „playoff-zementiert“. Und: Es war das Spiel vor dem Top 4 Wochenende in Berlin. Nächstes Highlight in Sicht. Nicht ganz leicht, das Visier hier auf vollen Fokus zu stellen und das beim Tabellenletzten… Genau diese Schwierigkeit für die Royals wollten die Eisvögel ausnutzen. Und machten es. Sie beendeten eine Serie von 15 sieglosen Spielen und begeisterten mal wieder ihre Fans. 550 Zuschauer waren in den Uni-Dome gekommen.
Zahlen bitte:
Erstmals seit ganz ganz lange gewannen die Eisvögel mal wieder die Effizienzstatistik: 88 zu 79 stand es da am Ende und dem Trio Burse, Eichmeyer, Jenkins hatte sich ein Freiburger Quintett aus Helena Englisch, Britta Daub, Abby Prohaska, Eboni Walker und Summah Evans entgegengestellt. Alle mit zweistelliger Effizienz. Martha Burse glänzte mit 34 Punkten. Auf Freiburger Seite führten Britta Daub (15 Punkte) und Abby Prohaska (20 Punkte) das Team emotional an. Prohaska war es dann auch, die mit ihrem zweiten Dreier das Spiel in der engen Crunchtime für Freiburg entschied.
Duell im Fokus:
Daub gegen Eichmeyer, das Duell der beiden A-Nationalspielerinnen ging ganz leicht an Britta Daub, die mit 8 Assists den Unterschied machte. Prohaska gegen Burse, das Duell der Amerikanerinnen. 34 Punkte und 36er Effizienz für den Saarlouiser MVP. Da hatte im direkten Duell selbst die groß aufspielende Abby Prohaska das Nachsehen. Den Unterschied machten also die nachfolgenden Spielerinnen. Während nach Eichmeyer und Burse die Performance im Royals-Team deutlich abfiel, trugen Spielerinnen wie Summah Evans, Eboni Walker, Helena Englisch und Antonia Kraushaar die beste Eisvögel-Darbietung seit langem mit.
Zum Spiel:
Bann gebrochen: Eisvögel gewinnen erstes Spiel seit Oktober
Der USC Freiburg siegt überraschend gegen die Saarlouis Royals mit 76:71.
Es ist eines der wenigen Erfolgserlebnisse für die USC Eisvögel in dieser Saison. Nach 15 Niederlagen in Folge schaffte es das Team von Stefan Möller, den lang ersehnten Sieg einzufahren. Auch wenn es für den USC um nicht mehr viel ging, war es ein Sieg, der allen Beteiligten des Vereins guttat. „Ich glaube, speziell für uns als Team haben wir bewiesen, dass wir mit jedem in der Liga mithalten können. Ich meine, wir haben heute gegen Saarlouis gespielt, die Zweiter in der Tabelle sind und eine herausragende Mannschaft haben“, sagte Stefan Möller voller Stolz nach der Partie.
Vor allem das Scoring hatten die Freiburgerinnen an diesem Abend konstanter als bisher in der Saison durchgezogen. Das, aber auch die unterdurchschnittliche Dreierquote der Royals von 15 %, machte am Ende den Unterschied. „Wir haben heute im ersten Durchgang sehr gut verteidigt und gereboundet. Das hat uns dann immer wieder geholfen, auch Transition-Offense zu spielen und offensiv Punkte zu machen.“
Nun hat der USC erst einmal Länderspielpause bis zum 22.03., ehe es mit den verbleibenden Partien der Saison gegen Alba Berlin (22.03) und die Eigner Angels (28.03) weitergeht.
Statistiken? HIER entlang!
Re-Live? Voilà!
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Und sonst so?
Das 2.DBBL-Team der Eisvögel gewann im Baden-Württemberg-Duell beim MTV Stuttgart deutlich mit 92:54. Das WNBL-Team verlor in Spiel 2 des Playoff-Achtelfinals beim Post SV Nürnberg mit 59:70 und muss nun ins entscheidende Spiel 3. Sprungball ist am kommenden Sonntag, 1.3., um 14:00 Uhr in der Uni-Halle.









