15.01.2026  /  Verein

WNBL: USC-Nachwuchs überrollt den MTV München

Pünktlich zum Saisonendspurt nehmen die jungen Eisvögel Fahrt auf und lassen beim deutlichen 92:48-Heimerfolg über weite Strecken ihr Potential aufblitzen. Lara Gierlich überragt mit einer kompletten Two-Way-Performance.

Über Weihnachten hatten sich Mannschaft und Trainerstab der u18-Bundesligamannschaft das gegönnt, was normalerweise an der Dreisam so gar nicht üblich ist: Trainingsfrei - und das bis einschließlich kurz nach Neujahr. Bis zu drei Trainingseinheiten täglich absolvieren die Nachwuchsspielerinnen des USC unter der Woche im Schulalltag. Somit hieß es über die Feiertage Beine hochlegen, körperlich regenerieren und die mentalen Akkus für den zweiten Teil der Saison aufladen. Wer ob der verhältnismäßig langen Basketball-Abstinenz mit Sand im Getriebe gerechnet hatte, wurde am Nachmittag des 11. Januar enttäuscht.

Im eröffnenden Viertel starteten die Freiburgerinnen mit viel Energie und fanden zurück zur zuletzt in Ludwigsburg vermissten Dominanz im Rebound. Die sich daraus ergebenden Ballbesitze nutzten die jungen Eisvögel, drückten im Umschaltspiel ordentlich aufs Gaspedal und erwischten die etwas perplex wirkenden Münchnerinnen damit auf dem falschen Fuß. 14:0 lautete der Zwischenstand aus Freiburger Sicht nach 5 gespielten Minuten. In der Folge leistete man sich einige technische Unsauberkeiten und lud München mit insgesamt 7 Ballverlusten alleine im ersten Abschnitt zur Partizipation am Spielgeschehen ein, was die Gäste dankend nutzten, um ihre ersten Zähler zu markieren. Im zweiten Viertel war es neben den üblichen Verdächtigen Antonia Fingerle, die sich anschickte, ihr bislang bestes Saisonspiel (15 Pkt, 67% FG) abzuliefern und immer wieder in gute Wurfpositionen kam. Mit einer komfortablen Führung (40:19) verabschiedeten sich die Freiburgerinnen in die Halbzeitbesprechung.

Dort wurde man sich recht schnell einig, dass noch Verbesserungspotential in der 1-gegen-1 Verteidigung und in der Passqualität vorhanden war und nahm sich vor, dies im dritten Abschnitt besser zu machen. Nach der Halbzeitpause spielten sich die USClerinnen in einen regelrechten Rausch: Angetrieben von Lara Gierlich, die an beiden Enden des Feldes nach Belieben dominierte, schaltete Freiburg defensiv zwei Gänge hoch und kam zu vielen einfachen Punkten. Gleichzeitig wurde der Ball gegen sortierte Münchner Verteidigungen zum Teil überragend bewegt. Die daraus resultierenden offenen Würfe konnten mit schlafwandlerischer Sicherheit in Zählbares umgemünzt werden - 11 erfolgreiche Dreipunktwürfe bei 37% Trefferquote verbuchten die bestens aufgelegten Nachwuchs-Eisvögel an diesem Nachmittag und sorgten mit 38:11 im dritten Viertel für klare Verhältnisse. Im letzten Spielabschnitt verlor man bei taktischen Experimenten und einem Deut zu viel Selbstzufriedenheit den Faden und leistete sich defensiv einige überflüssige Nachlässigkeiten, wodurch München noch einmal Ergebniskorrektur betreiben konnte. Nach 40 gespielten Minuten leuchtete ein nie gefährdetes 92:48 von der Anzeigetafel.

Am kommenden Sonntag den 18.01.2026 gastiert das RegioTeam Stuttgart um 12:00 Uhr im Uni-Dome, das alles versuchen wird, um den Playdowns aus dem Weg zu gehen, die bei einer Niederlage unvermeidbar wären. Die jungen Eisvögel möchten hingegen ihre Formstärke bestätigen und zusätzliches Momentum für den Playoff-Start im Februar erzeugen. Be there!

Für Freiburg spielten: Gierlich (22 Pkt, 14 Reb, 6 Stl, 4 Blk, 40 Effizienz), Paradzik (16 Pkt, 10 Reb, 4 Ass), Fingerle (15 Pkt), Askamp (11 Pkt, 8 Reb, 4 Ass, 4 Stil, 5 Blk), Schmitt (8 Pkt, 5 Reb, 3 Ass), Faram, Pingpoh (beide 6 Pkt), Hadzidedić (3 Pkt), Kohn (3 Pkt, 3 Ass), Ida Christ (2 Pkt), Mbah (11 Reb, 2 Stl, 2 Blk), Carla Christ (2 Blk).