WNBL: Ein Schritt bis ins Top4!
Vor heimischer Große-Spiele-Kulisse gewinnen die jungen Eisvögel nach großem Kampf gegen bislang ungeschlagene Albatrosse mit 66:57 (31:32), stellen in der Viertelfinalserie auf 1:1, und können an diesem Sonntag in Berlin etwas erreichen, womit vor wenigen Monaten in Freiburg wirklich niemand gerechnet hätte…

Der Unidome erstrahlte in voller Pracht am Sonntag des 22. März: LED-Banden, volle Haupttribüne, Hallen-DJ und Mannschaftsvorstellung durch “The Voice” Steffen Dold sorgten für einen mehr als würdigen Rahmen für das zweite Spiel der Viertelfinalserie in der u18-Bundesliga. Gegen Berlin mussten die USClerinnen zwingend ihre Heimstärke unter Beweis stellen, denn eine Niederlage würde das Saisonaus bedeuten. Neben Karlotta Schmitt (Sprunggelenksverletzung) standen mit Lola Hadzidedić, sowie Ida und Carla Christ drei Spielerinnen der Baden-Württembergischen Landesauswahl nach dem Verbandsturnier der Vorwoche zu Spiel 2 wieder zur Verfügung.
Die Nerven bestimmten den eröffnenden Spielabschnitt: Nach vielversprechendem Start mit je zwei Ballgewinnen und Hadzidedić-Korblegern, wollten auch vermeintlich einfache Abschlüsse nicht mehr ihr Ziel finden und Freiburg warf den Ball alleine in den ersten zehn Minuten ganze zwölf Mal zu einer Spielerin im falschen Trikot. Auch defensiv vergaßen die USClerinnen immer wieder, den Gameplan umzusetzen und die nicht weniger nervösen Berlinerinnen nutzten in Person von Mathilda Haensch die Gelegenheit, um den ersten Punch zu setzen. 11:16 lautete der Spielstand nach dem ersten Durchgang.
In Viertel zwei schaffte man es zunehmend, sich mit dem Spiel, anstatt dessen Bedeutung zu beschäftigen und fand offensiv wie defensiv vermehrt zum eigenen Spiel. Durch konsequente Drives gegen Berlins physische Verteidigung eroberten die jungen Eisvögel die Führung von der Freiwurflinie zurück, bevor Berlin Mitte des Viertels einen 7:0-Lauf startete, der beim 22:29 vier Minuten vor der Halbzeit die höchste Führung des Tages aus Sicht der Albatrosse bedeutete. Fest entschlossen die Geschichte des verflixten zweiten Viertels nicht weiterzuschieben, überspielte Freiburg mehrfach gekonnt die Berliner Presse und konterte, angefeuert durch den ersten Gierlich-Dreier des Tages, per 9:0-Lauf und ging anders als in Spiel 1 mit einem ausgeglichenen Halbzeitergebnis (31:32) in die Kabine.
Im dritten Viertel konnte keins der beiden Teams das eigene Spiel zwingend durchdrücken. Berlin schickte Freiburg nach überaggressiver Verteidigung ein ums andere Mal an die Freiwurflinie, von wo die USClerinnen an diesem Mittag bei 50%iger Trefferquote ganze 17 Mal vergaben und es so verpassten, sich eine komfortable Ausgangslage für den letzten Durchgang zu erarbeiten. So ging es mit einer hauchdünnen 47:46-Führung in den Schlussabschnitt, der wie bereits in Spiel 1 ausschlaggebend für den Sieg sein sollte.
Und hier bewiesen die USClerinnen abermals auf beeindruckende Art, welche Willenskraft in ihnen steckt: Beim 52:52 sieben Minuten vor Ende des Spiels läutete Karla Paradzik mit 5 Punkten in Folge den entscheidenden Sturmlauf ein. Berlin hatte in dieser Phase wenig entgegenzusetzen und als Lola Hadzidedić zwei Minuten vor Schluss nach Offensivrebound eiskalt per Dreier zum 62:53 einnetzte und der Unidome Kopf stand, wussten alle: Es wird ein entscheidendes drittes Spiel geben - eines, das diese Serie und diese Mannschaft so sehr verdient haben! Begleitet vom lautstarken Support des Unidomes brachte Freiburg das Spiel über die Ziellinie und feierte den Ausgleich ausgelassen.
Somit kommt es am Sonntag des 29. März zum finalen Showdown in Berlin: Um 10:30 Uhr werden die Offiziellen in der Max-Schmeling-Halle ein allerletztes Mal zum Sprungball bitten und beide Teams alles auf dem Feld lassen, um das Ticket zum Top4-Turnier um die deutsche Meisterschaft im Mai zu lösen.
Für Freiburg spielten: Paradzik (25 Pts, 7 Reb, 3 Ass, 3 Stl), Hadzidedić (17 Pts, 2 Reb, 2 Ass, 2 Blk), Mbah (8 Pts, 15 Reb, 7 Ass, 5 Blk, 2 Stl, 25 Eff), Gierlich (7 Pts, 15 Reb, 4 Ass, 3 Blk, 2 Stl, 24 Eff), Pingpoh (4 Pts, 7 Reb, 3 Stl), Kohn (3 Pts), Ida Christ (2 Pts), Schmitt, Carla Christ, Faram, Schaper.









